Gemeinschaftswerk Seniorenpflege Betreutes Wohnen Freizeitheim  
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Tabellarische Vereinsübersicht
Die Gründungsversammlung des Vereins „Gemeinschaftswerk und Begegnungsstätten der Evangelisch-Lutherischen Gebetsgemeinschaften e.V.“ wählte am 22. Dezember 1961 folgenden Vorstand: Artur Müller, Vorsitzender; Walter Tadday, Schriftführer; Otto Zdunek, Kassierer; Herbert Matzeck, stellv. Vorsitzender und stellv. Kassierer; Hans Skusa, stellv. Schriftführer; Franz Müller, Beisitzer.

Bereits 1956 hatte der Hauptverein der Evangelisch-Lutherischen Gebetsgemeinschaften in Langenberg/Rheinland ein 20.000 qm großes Grundstück gekauft. Diese Stätte war nach Aufstellung einer Wohnbaracke in den nächsten Jahren Ziel von Chor- und Gemeindeausflügen, Kinderfreizeiten usw. Das Anwesen war jedoch nicht ausbaufähig.
1961
Sonderdelegiertentagung am 8. Januar. Die Teilnehmer beschließen den Kauf des Grundstücks Wibbe in einer Größe von 17.274 qm mit vier aufstehenden Gebäuden in Vöhl-Asel.

Am 3. März wählt der Bruderrat von acht Bewerbungen den Diakon Alfred Kniffka und seine Ehefrau Hedwig als Heimeltern für die Heimstätten in Asel.
1962
Der erste Freizeitplan wird erstellt und veröffentlicht.

Für Freizeiten und Erholung unter Gottes Wort stehen 55 Plätze zur Verfügung. Freizeitteilnehmer sollen in Haus „Bethanien“, Urlauber in Haus „Martha“ Aufnahme finden. Das Mittelhaus bewohnen die Heimeltern.

Die Pensionspreise betragen je Tag für Kinder bis zu 4 Jahren 2,50 DM, Kinder von 4-10 Jahren 5,50 DM und Erwachsene und Kinder über 10 Jahren 8,50 DM
1963
Aufnahme des Gemeinschaftswerks als Mitglied im Landesverband der Inneren Mission von Westfalen. Die Arbeit des Gemeinschaftswerks wird als gemeinnützig durch das Finanzamt Frankenberg anerkannt.

Eintragung des Gemeinschaftswerks in das Vereinsregister Bochum, Nr. 758.

Aufnahme der ersten Alten-Dauergäste (Leyk und Prein). Der Pensionspreis beträgt monatlich 200,00 DM.
1964
Eingang weiterer Anträge um Aufnahme als Dauergäste. Erste Überlegungen zur Errichtung eines Altenheims für 45 Personen.
1965
Alfred Kniffka tritt am 1. April in den Ruhestand. Die Nachfolge als Hauseltern treten der Krankenpfleger Bernhard Müller und seine Ehefrau Gertrud an.
1966
Beschluss der Sonderdelegiertenversammlung am 25. Juni zum Bau eines Altenheims. Die Gemeinden werden zu Geldspenden aufgerufen.
1967
Genehmigung der Baupläne durch die Delegiertenversammlung nach eingehender Beratung.
1968
Erster Spatenstich zum Bau des Altenheims am 1. Mai. Die Arbeiten werden überwiegend in Eigenhilfe durchgeführt. Kurt Müller wird am 1. August als Maurerpolier eingestellt, um die Arbeitseinsätze an der Baustelle fachlich zu leiten.

Grundsteinlegung am 1. November. Etwa die Hälfte des Rohbaus ist zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt.

Der Wert der Eigenleistungen beläuft sich im ersten Baujahr auf rd. 250.000,00 DM.
1969
Richtfest des Altenheims am 13. September. Hinzukauf von 3.317 qm Land zum vorhandenen Grundstück für den Bau einer eigenen Kläranlage.
1970
Bis zum Ende des Jahres haben die überwiegend in Eigenhilfe erbrachten Bauleistungen am Altenheim einen Wert von rd. 1,5 Mio. DM erreicht.
1971
Der Vorstand besteht aus acht Personen: Artur Müller, Hanns Murschall, Walter Tadday, Helmut Liebrecht, Joachim Wesel, Winfried Skusa, Herbert Matzeck, Werner Hinkel. Zum 1. Juli wird der kaufm. Angestellte Herbert Matzeck, Prediger und Bruderratsmitglied, als Heimleiter eingestellt.
1972
Aufnahme des Gemeinschaftswerks als Mitglied im Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck.

Zur Jahresmitte beziehen die ersten Bewohner im neuerbauten Altenheim ihre Räume.

Der Pflegesatz im Altenheim beläuft sich nach den Richtlinien des Landes Hessen in Pflegegruppe I auf täglich 18,95 DM.
1973
Feierliche Einweihung des Altenheims mit 36 Einzel-, 11 Doppel- und drei Krankenzimmern am 5.Mai unter großer Beteiligung aller Gemeinden.

Am 11. Oktober wird unser Vorsitzender, Arthur Müller, nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit abberufen. Die Mitgliederversammlung wählt Hanns Murschall zum Nachfolger.
1974
Ein Jahr nach der Einweihung des Altenheims leben dort 41 Bewohner. Die restlichen Plätze stehen Urlaubern zur Verfügung.
1975
Anschaffung eines Kleinbusses für Fahrten der Altenheimbewohner.

Mit Schreiben vom 13. August erkennt das Bundesamt für Zivildienst das Gemeinschaftswerk als Einsatzstelle für Zivildienstleistende an.
1976
Im Altenheim wohnen inzwischen 54 Personen, was praktischer Vollbelegung entspricht.
1977
Erste Überlegungen, anstelle der Häuser „Martha“ I und II einen Neubau für den Freizeit- und Erholungsbereich zu errichten.
1978
Beschluss der Delegiertenversammlung für die Planung eines Bibelfreizeit-, Jugend- und Erholungsheims in Asel. Erster Spendenaufruf zur Baufinanzierung.
1979
Das Gemeinschaftswerk wird vom Land Nordrhein-Westfalen als Träger der freien Jugendhilfe öffentlich anerkannt.
1980
Durch Feuer wird das vorhandene Heim auf dem Grundstück in Langenberg vollständig zerstört. Ein Wiederaufbau ist aus baurechtlichen Gründen nicht möglich.
1981
Die Delegiertenversammlung beauftragt das Gemeinschaftswerk durch Beschluss vom 28. März mit dem Neubau eines Bibelfreizeitheims auf der Grundlage der vorgelegten Pläne.
1982
Erster Spatenstich zum Bau des Bibelfreizeitheims am 1. Mai. Grundsteinlegung und Richtfest am 1. November.

Um den künftig zu erwartenden Straßenverkehr aus dem Ortskern Asel fernzuhalten, wird in Abstimmung mit der Gemeinde Vöhl eine neue Zufahrtsstraße von der unterhalb des Grundstücks verlaufenden Kreisstraße aus angelegt.
1983
Erstbelegung des Freizeittrakts im Bibelfreizeitheim durch Teilnehmer der Bibelfreizeit für junge Leute.

Kurt Müller und seine Ehefrau Renate werden Hauseltern des neuen Bibelfreizeitheims.
1984
Das Versorgungsamt Kassel erkennt unsere Einrichtung als Alten- und Pflegeheim im Sinne des Heimgesetzes an.
1985
Der Pflegesatz im Altenheim beläuft sich nach den Richtlinien des Landes Hessen in Pflegegruppe I auf täglich 50,25 DM.
1986
Herbert Matzeck tritt zum Jahresende aus Altersgründen in den Ruhestand. Der Bankkaufmann Ernst Boltner wird sein Nachfolger.
1987
Renovierung und Modernisierung der Pflegestation, Umgestaltung und Neumöblierung des Speisesaals und der Gruppenräume im Altenheim mit einem Kostenaufwand von rd. 100.000 DM.
1988
Neuerrichtung eines „Pflegestützpunktes“ in der Pflegeabteilung des Altenheims.
1989
Erneuerung und Umgestaltung der Außenanlage am Bibelfreizeitheim, Schaffung weiterer PKW-Einstellplätze, Ergänzung des Kinderspielplatzes durch weitere Spielgeräte.
1990
Das Gemeinschaftswerk beteiligt sich an der Aktion „Brückenschlag“ und stellt ehemaligen DDR-Bürgern Freiplätze in unseren Freizeiten zur Verfügung.
1991
Die Mitgliederversammlung beschließt am 6. April, ein neues Heimleiterwohnhaus dort zu errichten, wo Haus „Bethanien“ steht und die jetzige Heimleiterwohnung im Altenheim zu Pflegezimmern umzugestalten.

Kauf des Nachbargrundstücks „Haus Roseneck“ zur Arrondierung des eigenen Grundstücks.
1992
Der Vorstand erhält von der Mitgliederversammlung den Auftrag, Vorplanungen zur Altenheimerweiterung aufzunehmen, da die Nachfragen nach Heimplätzen unvermindert anhalten und zeitweise bis zu 50 Personen auf der Warteliste stehen.
1993
Fertigstellung des Heimleiterhauses. Am 1. März Einzug der Familie Ernst Boltner in das neue Haus.
1994
Der Mitgliederversammlung werden erste Planungsunterlagen zur Altenheimerweiterung vorgelegt. Der Vorstand wird beauftragt, eine Beschlussvorlage für eine Sonder-Mitgliederversammlung zu erarbeiten.
1995
Sonder-Mitgliederversammlung am 25. Februar zur Beschlussfassung über die Erweiterung des Alten- und Pflegeheimes um das Projekt „Betreutes Wohnen“.

Die Delegiertenversammlung stimmt dem Konzept zur Erweiterung des Alten- und Pflegeheims zu und beauftragt das Gemeinschaftswerk, einen verbindlichen Finanzierungsplan zu erstellen und die baurechtlichen Genehmigungen einzuholen.
1996
In der Mitgliederversammlung am 13. April scheidet der langjährige Vorsitzende Hanns Murschall aus Alters- und Gesundheitsgründen aus der Vorstandsarbeit aus. Er wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung unter Beteiligung geladener Gäste verabschiedet.

Der neue Vorstand besteht aus folgenden Personen:

VorsitzenderKlaus-Dieter Salinga StellvertreterWerner Hinkel
SchriftführerHelmut Liebrecht StellvertreterMartin Kallhoff
KassiererHelmut Wochnowski StellvertreterEckhard Brosch
BeisitzerReinhard PogorzelskiBeisitzer Winfried Skusa

Die Delegiertenversammlung fasst am 20. April den Baubeschluss für die Erweiterung des Alten- und Pflegeheims.

In einer Feierstunde am 19. Oktober wird der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt.
1997
Am 1. Juli wechselt unser bisheriger Heimleiter Ernst Boltner in die Leitung einer größeren Altenpflegeeinrichtung in Wetter bei Marburg. Sein Nachfolger wird zum 1. August Thomas Holmer.

Einweihung unseres Erweiterungsbaus "Betreutes Wohnen" mit 23 Wohnungen unterschiedlicher Größen am 18. Oktober. Betreuerin wird Linda Heinze (senior), die bisher im Pflegeteam des Altenpflegeheims arbeitete.
1998
Im Laufe des Jahres werden alle Wohnungen des Betreuten Wohnens belegt. Es bestehen Wartelisten.
1999
Am 14. Februar verstirbt unser ehemaliger Vereinsvorsitzender Johannes Murschall im Alter von 74 Jahren.

Die Mitgliederversammlung beschließt am 10. April die Änderung des Vereinsnamens. Aus dem Vereinsnamen soll der Begriff „Begegnungsstätten“ entfallen. Der neue Vereinsname lautet nunmehr: “Gemeinschaftswerk der Evang.-Luth. Gebetsgemeinschaften e.V.“

Die unter dem neuen Satteldach des Altenpflegeheims entstandenen Wohnungen des Betreuten Wohnens sind fertiggestellt und werden bezogen.
2000
Zum 1. August Verabschiedung des bisherigen Hausvaters im Bibelfreizeitheim, Kurt Müller, in den Ruhestand. Mit gleichem Datum nimmt Reinhold Schwedt seinen Dienst als Hausvater auf.
2001
40-Jahr-Feier des Gem.-Werks am 13. Oktober in der Henkelhalle, Vöhl.

Eine freiwillige Qualitätsprüfung ergibt, dass unser Altenpflegeheim nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben Heimmindest-Bauverordnung bzw. Pflegequalitäts-Sicherungsgesetz entspricht. Um zukünftig staatliche Auflagen zu vermeiden, wird dringend empfohlen, für Abhilfe zu sorgen.
2002
Zum 1. Januar verliert Deutsche Mark (DM) ihre Gültigkeit; es wird EURO (€) eingeführt.

Zwecks Kostenvergleichs wird einem sachverständigen Architektenbüro der Prüfauftrag „Sanierung Altbau oder Ersatzbau-Erstellung“ erteilt.

Nach dem Architektengutachten würde eine kostensparende Sanierung zur Verringerung von Pflegeplätzen und damit zur Unwirtschaftlichkeit führen. Ein großzügiger Umbau unter Beibehaltung der bisherigen Pflegeplatzzahl wäre dagegen kostenmäßig unvertretbar. Empfohlen wird daher der Neubau einer modernen Einrichtung.
2003
Das Land Hessen nimmt das Gem.-Werk in die Liste förderungswürdiger Einrichtungen auf.

Erarbeitung eines gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmanagements für das Altenpflegeheim.

Erstellung eines detaillierten Konzepts für einen Ersatzneubau des Altenpflegeheims nach den neuesten Erkenntnissen der stationären Altenhilfe.
2004
Für den Ersatzneubau werden von den Grundstücksnachbarn Siegert und Biermann ca. 10.000 qm Land erworben; Kosten rd. 315.000 €.
2005
Vier Bauberatungsgespräche im Hessischen Sozialministerium führen zu dem Ergebnis, dass für einen Ersatzneubau mit 60 Pflegeplätzen eine nennenswerte finanzielle Landesförderung zu erwarten ist.

Zum 1. April übernimmt Benjamin Schwenk die Stelle des Hausleiters im Bibelfreizeitheim. Er löst damit Reinhold Schwedt ab, der krankheitshalber in den Frühruhestand tritt.

Am 29. November verstirbt unser Vorstandsmitglied und Prediger der Gebetsgemeinschaften Martin Kallhoff im Alter von 51 Jahren.
2006
Am 7. März 2006 verstirbt 80-jährig unser Gründungsmitglied Ernst Piduhn aus der Gemeinde Herten.

Die Mitgliederversammlung wählt am 1. April den neuen Vorstand:

VorsitzenderKlaus-Dieter Salinga StellvertreterWerner Hinkel
SchriftführerHelmut Liebrecht StellvertreterReinhard Pogorzelski
KassiererHelmut Wochnowski StellvertreterFriedhelm Pogorzelski
Beisitzer Jürgen Bujnowski Beisitzer Jürgen Pilch

Die Mitgliederversammlung stimmt dem Neubauprojekt einstimmig zu.

Das Neubauvorhaben wird von der Delegiertenversammlung der Gebetsgemeinschaften bestätigt.

Dem Gemeinschaftswerk werden die bisher im Eigentum des Hauptvereins befindlichen Grundstücke in Asel mit Beschluss der Delegiertenversammlung durch Schenkung übertragen.
2007
Am 1. Mai tritt Thomas Holmer nach annähernd 10-jähriger Heimleitung eine Stelle als Verwaltungsleiter einer Ev. Bekenntnisschule in der Nähe Münchens an. Sein Nachfolger wird der bisherige Pflegedienstleiter Thomas Wöllenstein.

Anlässlich einer Feierstunde überreicht am 29. Juni die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger dem Gem.-Werk einen Bewilligungsbescheid des Landes.

Bis zum Jahresende gehen Förderungszusagen des Landes Hessen, der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck und des Deutschen Hilfswerks Altershilfe ein.

Die gesamte Heizungsanlage für unsere Gebäude wird auf eine Nahwärmeanlage als Biomassefeuerungsanlage zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln umgerüstet.

Erster Spatenstich für den Ersatzneubau am 13. Oktober; danach Beginn der Bauarbeiten.
2008
Am 29. März erfolgt die Grundsteinlegung zum Neubau der Seniorenpflege in einem Festgottesdienst mit Beteiligung aus den Zweiggemeinschaften. Am 6. Juni findet das Richtfest statt.
2009
Einweihung der nach neuesten Erkenntnissen konzipierten Seniorenpflege am 29. August. In fünf Hausgemeinschaften leben jeweils bis zu 12 Bewohner in familienähnlichem Verbund.
Dorfstraße Alt-Asel (1910)
Dorfstraße Alt Asel
Alt-Asel von oben (1910)
Alt Asel von oben
Häuser Martha (1965)
Häuser Martha
Wirtschaftsbaracke (1965)
Wirtschaftsbaracke
Haus Bethanien (1965)
Haus Bethanien
Alfred Kniffka
Alfred Kniffka
Bernhard Müller
Bernhard Müller
Vorstand 1971
Vorstand 1971
Artur Müller
Artur Müller
Vorstand 1984
Vorstand 1984
Hanns Murschall
Hanns Murschall
Herbert Matzeck
Herbert Matzeck
Ernst Boltner
Ernst Boltner
Kurt Müller
Kurt Müller
Reinhold Schwedt
Reinhold Schwedt
Vorstand 2001
Vorstand 2001
Thomas Holmer
Thomas Holmer
Martin Kallhoff
Martin Kallhoff
Bewilligungsbescheid (2007)
Bescheiduebergabe Haus Johannes 2007
Grundsteinlegung (2008)
Grundsteinlegung (2008)
Richtfest (2008)
Richtfest (2008)
Einweihung (2009)
Einweihung Haus Johannes 2009
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